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Objekt des Monats Dezember 2015

Erstausgabe von Heinrich Heine  

Zum 218. Geburtstag von Heinrich Heine
(geboren am 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf, gestorben am 17. Februar 1856 in Paris)

Um das tatsächliche Geburtsdatum Heines ranken sich Mythen. Selbst Heine machte daraus eine spannende Angelegenheit und trug zur Mystifizierung bei. „Heine hat mit dieser dunklen Stelle seiner Biographie zeitlebens spielerisch-geheimnisvoll operiert“:

„Wie alt sind denn Sie, Dottore?“
„Ich, Signora, bin in der Neujahrsnacht
Achtzehnhundert geboren.“
„Ich habe Ihnen ja schon gesagt“,
bemerkte der Markese, „es ist einer
der ersten Männer unseres Jahrhunderts.“
(Reisebilder. Dritter Teil. Die Bäder von Lucca).
(E. Ziegler in „Heinrich Heine. Leben, Werk, Wirkung“, S. 11).

Alle offiziellen Unterlagen wurden durch Brand in Hamburg und Düsseldorf vernichtet. Schließlich einigte sich die Heine-Forschung auf den 13. Dezember 1797 als Geburtsdatum.


HEINE, Heinrich: Tragödien, nebst einem lyrischen Intermezzo. Berlin, F. Dümmler 1823. 2 Bl., 247 S. Letztes Blatt mit kleinem Ausriss im Falz, sonst gutes Exemplar. Buntpapiervorsätze. Halblederband der Zeit mit ornamentaler Rückenvergoldung.

€ 1800,-


Erstausgabe des zweiten Werkes von Heine, in dem einige seiner berühmtesten und sangbarsten Lieder erstmals erschienen. Die Gedichte des "Lyrischen Intermezzo" brachten ihm den Ruf ein, einer der größten deutschen Lyriker zu sein. Die Nähe zum Volkslied prädestinierte zum Vertonen und sowohl Schumann wie Mendelssohn schufen kongeniale Kompositionen. - Der Band enthält Heines dramatischen Erstling "Almansor" mit dem berühmten Zitat: dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen". Heine, der sich damals noch Harry Heine nannte, begann die Tragödie während seiner Studienzeit in Göttingen, wo er nach kurzer Zeit aus der Burschenschaft - für die antisemitische Gründe ausschlaggebend waren - ausgeschlossen wurde. Seine zweite im Band enthaltene Tragödie "William Ratcliff" schrieb er bereits in Berlin. Heine selbst schätzte seine zwei Werke hoch ein, doch das Publikum verhielt sich ablehnend. Sie sind aber als ein Dokument seiner geistigen Entwicklung ernst zu nehmen. - Mit der Zueignung an seinen Onkel Salomon Heine. - Wilhelm-Galley I, 575; Goedeke VIII, 552, 15. (Bestell-Nr. 26819)

Weitere Erstausgaben von Heinrich Heine finden Sie in unserem Online-Katalog

HEINE, H.: Atta Troll. Ein Sommernachtstraum. Hamburg, Hoffmann und Campe 1847. XIV, 158 S., 3 Bl. Verlagsanzeigen. Gebräunt. Halblederband der Zeit mit ornamentaler Rückenvergoldung.

HEINE, H.: Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst. Hamburg, Hoffmann und Campe 1851. 103 S. ohne Bl. Verlagsanzeige. Illustrierter Originalumschlag.

HEINE, H.: Französische Zustände. Hamburg, Hoffmann und Campe 1833. XXVI S., 1 Bl., 408 S. Stärker braunfleckig. Pappband unter Verwendung des Originalumschlags.

HEINE, H.: Heinrich Heine über Ludwig Börne. Hamburg, Hoffmann und Campe 1840. 2 Bl., 376 S., Vortitel gestempelt. Teils stockfleckig. Blindgepresster Leinenband der Zeit. Fleckig.

HEINE, H.: Romanzero. Hamburg, Hoffmann und Campe 1851. VI, 314 S. Leinenband der Zeit mit reicher ornamentaler Rückenvergoldung.

HEINE, H.: Ueber den Denunzianten. Eine Vorrede zum 3. Theile des Salons. Hamburg, Hoffmann und Campe 1837. 1 Bl., 39 S. Farbiger, illustrierter Originalumschlag.

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