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MUNDT, Th.: Madonna. Unterhaltungen mit einer Heiligen. Herausgegeben. Leipzig Gebrüder Reichenbach 1835 2 Bl., 436 S., etwas gebräunt. Leinenband der Zeit mit Blindprägungen und ornamentaler Rückenvergoldung.

Artikelnummer: 26834
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  • Erstausgabe der seltenen Jugendarbeit Mundts, der Schlüsselschrift in der Prosaliteratur des Jungen Deutschland. Wurde sofort nach Erscheinen konfisziert. Unter dem Eindruck des Todes der Charlotte Stieglitz auf der Reise nach Dresden, Teplitz und Prag entstanden, bietet das Werk "eine Mischung von Reisebildern, Novellen, Doctrinen in einem glänzenden ... Stile. Der Grundgedanke dieser Arbeit ist eine Apotheose des Fleisches und der Sinnlichkeit" (F. Brümmer). Die Begriffe "Katholizismus, Legitimität, Wiedereinsetzung des Fleisches" bilden für Mundt eine Einheit. "Das Prinzip der Bewegung, des Fortschritts verknüpft er mit dem Christentum. In diesem Sinne fordert er die Wiedereinsetzung des Fleisches" (J. Proelss 524 ff.). Nicht zu vergessen, Mundt "gibt in Form einer Geschichte des böhmischen Mägdekrieges eine Entwicklung der Frauenemanzipation, die in Hippel gipfelt" (Houben, Jungdtsch. Sturm u. Drang, 450 ff.). In seinem Nachwort rät der Verfasser: "nennt es ein Buch der Bewegung ... Die Zeit befindet sich auf Reisen, sie hat grosse Wanderungen vor". Im Jahr 1835 wurde durch Bundesbeschluß ein Bücherverbot aller Druckschriften Th. Mundts ausgesprochen. - Hayn-Gotendorf V, 243; Houben II, 385.
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