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LESSING, G. E.: Fabeln. Drey Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts. Berlin, Ch.F.Voss 1759. Gestochenes Frontispiz (aufgezogen) von J. W. Meil; Titel mit gestochener Vignette, XII, 250 S., papierbedingt gebräunt. Pappband mit zeitgenössischem Buntpapier.

Artikelnummer: 25243
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  • 2. Druck der Erstausgabe, der zwar die Jahreszahl 1759 trägt, aber erst 1760 erschienen ist. Hübsche Sammlung von Vers- und Prosafabeln. Sie sind das Ergebnis Lessings intensiver Beschäftigung mit der antiken und mittelalterlichen Fabeldichtung. Zu der Zeit waren Fabeln ein beliebtes Mittel verdeckter Belehrungen. Von den 90 Fabeln sind etwa die Hälfte Bearbeitungen von klassisch-antiken Tierfabeln, z.B. von Aesop und Phaedrus, die andere Hälfte sind Erfindungen Lessings. "Lessings Fähigkeit, in substilster Form die Ironie in prägnanter Kürze und leuchtender Klarheit einfache, aber fundamentale Wahrheiten mitzuteilen, hat in den Fabeln einen in der deutschen Sprache nicht vergleichbaren Höhepunkt" (Lessing, Ausst. Kat. Wolfenbüttel, Nr. 174). Die den Prosafabeln angefügten fünf "Abhandlungen" (S. 247-250), "sind nicht nur in sofern von Bedeutung, als Lessing hier einige zentrale Begriffe seiner späteren theoretischen Hauptschriften bereits vorwegnimmt und sogar deutlicher formuliert, sondern auch deshalb, weil die allgemeine Literaturtheorie des 18. Jhdts., besonders die von Gottsched und J. J. Breitinger, der Fabel eine hervorragende Rolle zuwies und Lessing nahezu alle seine zahlreichen Vorgänger an Einsicht in die Struktur dieser 'Dichtungsart' übertrifft" (KNLL). - Muncker 387 b.
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