TIL, S. v.: Dicht-Sing-Und Spiel-Kunst/So wohl der Alten/Als ins besonder der Hebreer. Durch Neusgierige Untersuchung der Antiquität aus ihrer vorigen Dunckelheit wieder auffgekläret: Als Vorläuffer d'göttliche Psalmen/zu dero besserem Verstand dem Leser dienend und zum deutlicherm Begriff ihres Gebrauchs unter beyden Testamenten Anleitung zu geben. Leipzig Matthias Groot 1706 Quart. Titel in Rot und Schwarz mit Holzschnitt. 3 Bl., 4 Blatt auf altem Papier faksimiliert, 478 S., 9 Bl., 1 gefaltete Kupfertafel und zahlreiche Holzschnitte im Text. Zeitgenössische Marginalien und Unterstreichungen. 22/01 Pergamentband aus einer Handschrift um 1500. Teils tintenfleckig.

Artikelnummer: 1049
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  • Erste deutsche Ausgabe des Werkes, das erstmals 1692 in Holländisch erschien und mehrere Auflagen erlebte. Die Dicht-Sing und Spiel-Kunst insbesondere der Hebräer diente dazu "tieffer den Zweck der Psalmen/und dabey ihre weise Ordnung ein zu sehen" (Vorrede). Sie gliedert sich in 3 Abhandlungen: "Uhrsprung und Fortgang der Sing-Dicht und Spiel-Kunst", "Dicht-Kunst der Hebreer In den Psalmen verherrlichet" und "Der Leviten Sing-Übung und Ordnungen aus dem Alterthum klar gemacht". - Til (1644-1713) war Theologe an der Universität zu Leyden und einer der berühmtesten Prediger seiner Zeit. Als Schüler und Freund von F. Burmann wandte er sich Coccejus zu und zählt zu seinen treuesten Anhängern. Auf philosophischem Gebiet vertrat er die Lehren Descartes und wandte daher auch für die Theologie das Recht der Vernunft an. Seine Schriften erfreuten sich großer Beliebtheit. - Exemplar mit dem Besitzeintrag von Justus Hartmann Lucanus, reformierter Theologe in Magdeburg und Halberstadt. - RISM II, 832; Wolffheim 2, 314; Gregory-Sonneck 269; Hirsch I, 578; Eitner IX, 408.
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