SCHUBART, Chr. F. D.: Ideen zu einer Ästhetik der Tonkunst. Hrsg. von L. Schubart. Wien J. V. Degen 1806 Gestochenes Frontispiz, VIII S., 1 Bl., 382 S., 2 Bl., etwas stock- und fingerfleckig, die ersten Blätter wasserrandig, gelegentlich Bleistiftanstreichungen. Halblederband der Zeit, Buntpapier etwas wellig.

Artikelnummer: 20900
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  • Seltene Erstausgabe. Die Grundlage von Schubarts musikschriftstellerischem Hauptwerk stellen die 1784-85 während seiner Haft auf dem Hohenasperg bei Ludwigsburg entstandenen Notizen dar, die Schubart dem Sohn seines zweiten Festungskommandanten diktierte. Sein eigener Sohn edierte das Werk nach dem Tod Schubarts. Es enthält eine Geschichte der Tonkunst mit interessanten Details - nach Ländern und Städten gegliedert - "auch für den Nichtmusiker fasslich und anziehend vorgetragen". Ein anderer Teil widmet sich den Grundsätzen der Tonkunst, in denen Schubart einen grundlegenden Wandel von der alten Nachahmungslehre zum neuen Ausdrucksprinzip der musikalischen Klassik vollzieht. Wichtig ist die Darstellung der musikalischen Schulen, wie der Mannheimer Schule. Schubart ist einer der gewichtigsten Zeugen für das Selbstverständnis der Umbruchzeit von Barock zur Klassik. (MGG XII, 99). In Beethovens Nachlass befand sich ein Exemplar von Schubarts Ästhetik. - Goedeke IV, 1, 877, 488a; Eitner IX, 77.
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