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HOFFMANN, E. T. A.: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen. Erzählung. (Nach einem Gemälde, die Werkstatt eines Böttchers, vorstellend, von E. Kolbe, Maler und Mitgliede der Akademie der Künste zu Berlin). [In]: Taschenbuch zum geselligen Vergnügen auf das Jahr 1819. Jg. 29. Leipzig, J. F. Gleditsch [1818]. Duodez. Gestochener Titel mit Vignette, 10 [von 12] Kupfertafeln (davon 2 doppelseitig) von W. Böhm, F. Geisler, Wagner, H. Schmidt u. a. nach Ramberg, Kolbe u. a. , VIII, 558 S., 1 Bl. (Verbesserungen), 15 S. Musikbeilagen. Teils stockfleckig. Goldschnitt. Illustrierter Originalumschlag. Rücken unauffällig erneuert. (Illustration mit Fehlstellen).Vorsätze erneuert.

Artikelnummer: 24241
250,00 €

Beschreibung

Schönes Exemplar des Erstdrucks mit den Originalumschlägen. 1819 ist ein Wiederabdruck mit leichten Veränderungen im zweiten Band der Serapionsbrüder erschienen. Die Handlung führt ins Nürnberg von 1580 und schildert das Milieu und die Lebensart der begüterten Handwerker in der alten Reichshauptstadt. Hoffmann entnahm dazu aus Wagenseils "Chronik" wichtige Informationen über die Stadt sowie der Meistersinger, ihre Satzungen und Lieder. Die Erzählung wurde von den zeitgenössischen Rezensenten sehr lobend aufgenommen. "Im 20. Jahrhundert erfolgte eine kritische Beurteilung, die sich konsequent aus der Entdeckung und Neubewertung Hoffmanns als des Meisters des Abgründigen, des Unheimlichen und des Nächtlich- Phantastischen ergibt. Der Erzählung wird eine Sonderstellung im Werk Hoffmanns eingeräumt; sie passt weder ins Bild der Hoffmann - Verächter - sie finden gar nichts Krankhaftes in ihr - noch in das der Hoffmann - Enthusiasten - sie vermissen alles Exzentrische" (HSW Bd. 4, S. 1428). - "Die Erzählung gehört zu den wirkungsvollsten Werken Hoffmanns. Das bezeugt die große Zahl der Nachdrucke und Einzelausgaben, Bearbeitungen, Übersetzungen und Illustrationen; über 30 Illustratoren haben sich der Erzählung zugewandt" (HSW Bd. 4, S. 1427). Richard Wagner lehnte sich bei der Vertonung der "Meistersinger" an Hoffmanns Text an. - Das Kupfer wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Hoffmann von H. Schmidt angefertigt. Als Vorlage diente das Ölgemälde von C. W. Kolbe. - Salomon 97; Voerster S. 79; HSW Bd. 4, S. 1423 ff; Riemer S. 13. - Mit weiteren Beiträgen u. a. von Fouqué, F. Gerstenbergk, Döring, Fink. Die Musikbeilagen stammen von C. Schulze und F. Schneider. - Köhring 150; Lanckoronska-/Rümann S. 104; Goedeke VIII, 46 b. alpha.

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