Goethe, J.W.v.: Neue Schriften 1792-1800

 

 

GOETHE, J. W. v.: Neue Schriften. 7 Bände, Berlin, J. F. Unger 1792-1800. Mit gestochener Titelvignette von Unger nach [J. H. Meyer], 2 Kupfertafeln von Haas und Bolt nach H. Meier, 1 gest. Kupfertafel (Stammbaum), 7 (von 8) Musikbeilagen von J. F. Reichard. Vereinzelt etwas braunfleckig. 1 Bl. mit kleinem Loch und geringem Buchstabenverlust. Exlibris. Schöne Halblederbände der Zeit mit Rückenvergoldung.


€ 1800,-


Schönes Exemplar in zeitgenössischen Einbänden der zweiten rechtmäßigen Gesamtausgabe. - Auf Vermittlung von K. Ph. Moritz wurde der Kontakt zwischen Goethe und dem Verleger Unger hergestellt. "Wichtigstes Ereignis für Unger in dieser Zeit war wohl das Erscheinen der siebenbändigen Ausgabe von Goethe's Neue Schriften. .. Förmliche Verträge scheint es nicht gegeben zu haben ... lediglich Vereinbarungen von Band zu Band, wobei jedoch eine neue Klausel von seiten Goethes zum Zuge kam: Er vergab seine Rechte jeweils nur für eine Auflage, versprach aber eine Option für das künftige Werk, allerdings unter jeweils neu zu vereinbarenden Bedingungen" (Unseld). - Band 1-2 im Doppeldruck, die restlichen Bände mit den Merkmalen des ersten Druckes. Band 6 ohne Titelblatt und 1 Musikbeilage, die lt. Hagen bei vielen Exemplaren fehlt. - Hagen 14;  Slg. Kippenberg 336; Hirzel A 189.

(Bestell-Nr. 26751)

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Schiller, Frdr.: Maria Stuart 1801

Friedrich von Schiller

 

SCHILLER, [Friedrich von]: Maria Stuart ein Trauerspiel. Tübingen, J. G. Cotta 1801. 1 Bl., 237 S., gering stockfleckig. Kl. Eckabriss am Titelblatt sauber angesetzt. Hübscher farbiger Pappband der Zeit mit Rückenvergoldung und Goldfileten.

€ 750,-


Erstausgabe. Bereits während seiner Bauerbacher Zeit (1783) hatte sich Schiller mit dem Stoff der 'Maria Stuart' beschäftigt. Viele Jahre später - unter Goethes Einfluss - setzte er sich erneut mit den Geschichtsquellen zu dem Drama auseinander. Die Erstaufführung fand im Juni 1800 in Weimar statt. Die Buchausgabe erschien erst im April 1801 und ist der maßgebliche Text, da eine Handschrift nicht mehr vorhanden ist. - E. T. A. Hoffmann, der Schillers Werke intensiv gelesen hat, diskutiert dessen Dramen in einem Gespräch zwischen dem "Braunen" und dem "Grauen" in den "Seltsamen Leiden eines Theaterdirektors" (Ellinger Bd. 4, 2. Aufl., S. 34 f.). - Marcuse 194; Goedeke V, 218, 2; vgl. Voerster S. 101.

(Bestell-Nr. 25346)

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Mauburne: Rosetum 1504 + Martinus: Margarita 1499 + Johannes Nivicellensis: Concordantiae 1488

Johannes Mauburnus (1460 – 1501)

 

 

Das Hauptwerk von Johannes Mauburnus (1460 – 1501)  „Rosetum exercitiorum spiritualium et sacrarum meditationum“ enthält, über mehrere Kapitel verteilt, eine Reihe damals weit verbreiteter Weihnachtslieder.

MAUBURNE, J.: Rosetum exercitiorum spiritualium et sacrarum meditationu(m): in quo habet(ur) materia predicabilis per totum anni circulum. Basel, Jacob v. Pfortzen 1504. 6 Bl., 167 num. Blatt, 1 w. Blatt. Mit 1 ganzseitigem Holzschnitt.

[Angebunden]:
MARTINUS (Polonus): Margarita decreti seu tabula martiniana decreti. Strassburg, [Georg Husner] 24. XII. 1499. 105 Bl., 1 w. Bl.

[Angebunden]:
JOHANNES Nivicellensis: Concordantiae Biblie & Canonum. [Basel, Nicolaus Kesler ca. 1488]. 49 Bl., 1 w. Bl.

3 Werke in 1 Band. Folio. Teils etwas gebräunt. die ersten und letzten Lagen etwas angeschmutzt und etwas wasserfleckig. Alte gelöschte Besitzeinträge auf dem ersten Blatt. Vereinzelt mit kleinen Wurmgängen am Blattrand. Durchgängig rubriziert (rot und blau). Blattränder teils etwas eingerissen. Holzdeckelband der Zeit mit blindgeprägtem Schweinsleder überzogen. 9 [von 10] Messingbuckeln, 8 Messing-Eck-und Kantenbeschläge. 2 Messingschliessen. Breitrandiges, prachtvolles Exemplar.

12.000,- €

One of the great and extremely rare cimelia of history of hymns and lithurgy

1) Rosetum: Second edition of the “Spiritual Exercises for the Confraternity of the Rosary”. None of the 5 editions of this work in bookauctionrecords and for us not traceable in antiquarian booktrade since 1928! Only one copy of 1504 in RISM (Bavarian State Library). The first edition of 1491, mentioned at Hain, doen’t exist, so the first one was printed 1494 by Peter van Os in Zwolle “only six copies preserved” and of the second edition only one copy preserved (Jean-Marc Warszawski in musicologie.org). – “The publication of his first work, Rosetum Spirituale, gave Mauburne great renown, and induced Nicholas de Hacqueville, first president of the Parliament of Paris, to invite him to France (1497), to reform the regular canons of the kingdom” (www.biblicalcyclopedia.com). Johannes Mauburnus [auch Jan Mombaer oder Johannes de Bruxellis genannt] (1460-1501) aus Brüssel war Erbauungsschriftsteller, Hymnendichter und Ordensreformer. Nach seiner Ausbildung in der Kathedralsschule in Utrecht wo er u. a. gregorianischen Gesang lernte, trat er in das Augustiner-Chorherrenstift St. Agneten bei Zwolle ein, das der Windesheimer Kongregation angehörte. Hier verfasste er u. a. sein Hauptwerk "rosetum exercitiorum" von dem bis 1620 sechs Ausgaben erschienen sind. This work contains Das Werk enthält, über mehrere Kapitel verteilt, eine Reihe lateinischer Kontrafakte auf damals weit verbreitete Weihnachtslieder. Außerdem enthält das "Rosetum" einen Handpsalter, mit dessen Hilfe meditiert werden konnte. Das "chiropsalterium" steht in enger Verbindung zur liturgischen Musik. Dieses Werk beeinflusste nicht nur die Windesheimer Reformbewegung, sondern auch Jacobus Faber Stapulensis (1450 oder 1455 - 1536), einem Wegbereiter der Reformation in Frankreich. Auch Martin Luther könnte das Werk im Augustinereremitenkloster in Erfurt kennen gelernt haben. Er zitiert es in seinen Psalmenvorlesungen von 1513. - Lt. Kolophon wurde diese Ausgabe nach Mauburnus Tod von Johann Speysers bearbeitet. - Der Holzschnitt auf Blatt 14 zeigt eine mnemonische Hand. - RISM II, S. 564; Goff M377; BMC III, 778 f; vgl. Wolffheim I, 828.
2) Margarita: Erstmals um 1483 erschienenes Repertorium zu Gratians Dekret in Form eines Registers. - 3. Ausgabe. - Martinus Polonus stammt aus Troppau [auch Martin von Troppau, Martin z Opavy genannt], war Dominikanermönchen und Chronist. Er verstarb 1278 als Erzbischof von Gnesen. - Goff M328.
3) Concordantiae: Erstmals 1482 erschienene Konkordanz vom Abt des Klosters Neville in Frankreich - Goff J 381. 
(Bestell-Nr. 26488)

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Liszt, F.: Eigenhändiges Albumblatt 1841

Franz Liszt - Eigenhändiges Albumblatt

 

 

LISZT, Franz, [1811-1886]: Eigenhändiges Albumblatt mit Unterschrift. Osnabrück, 12. November 1841. Quart. 1 Seite. Knickfalten. Passepartout.

€ 4600,-


Ausgesprochen dekoratives Albumblatt. - Vier Takte für Klavier in F-Dur im 4/4-Takt auf zwei von Hand gezogenen Musiksystemen. Mit einem montierten Blütenzweig neben der Unterschrift. - Liszt unternahm zwischen 1839 und 1847 ausgedehnte Virtuosenreisen durch ganz Europa, wobei er allein in Deutschland mit großem Erfolg 298 Konzerte gab. Liszt war der erste Künstler, der den Typus des reinen Klavierabends, des sogenannten "Recitals" einführte. Bis dahin traten Pianisten normalerweise nur im Rahmen einer instrumental-vokal besetzten Veranstaltung auf (vgl. MGG², 11, 210).

(Bestell-Nr.19787)

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Lessing: Die Gefangenen 1750

Lessing - Die Gefangenen  

Eine der seltensten Erstausgaben von Gotthold Ephraim Lessing überhaupt!

[LESSING, G. E.]: Die Gefangenen, ein Lustspiel. Aus dem Lateinischen des M. Accius Plautus übersetzt [von Lessing]. Stuttgart, J. B. Metzler 1750. 72 S., Holzschnitt-Titelvignette, 3 Holzschnittvignetten im Text. Frisches Exemplar. Pappband mit zeitgenössischem Buntpapier.

€ 4000,-


Rarissimum. Eine der seltensten Erstausgaben von Lessing überhaupt. Diese erste Buchausgabe ist so selten, dass Muncker für seine Edition kein Exemplar finden konnte und mit sekundären Quellen arbeiten musste. Lessing hatte umfangreiche Plautinische Forschungen betrieben und wollte dessen Stücke auch dem deutschen Publikum zugänglich machen, das hinter Frankreich, Italien und England zurückstand. "Die Übersetzung der 'Gefangenen' beruht, ... auf richtigen Principien. Lessing ... ersetzt lateinischen Witz durch deutschen und ... (wird) zum frei nachdichtenden Bearbeiter für ein schauendes Publicum ..." (E. Schmidt, Lessing, Bd. 1, S. 171). Lessing glaubt, dass die 'Gefangenen' "dem Ideal der Komödie am nächsten rücke" und preist es "als das schönste Stück, das jemals auf die Bühne gekommen sei ..." (ders., S. 170). - Muncker 325; Redlich 679; Goedeke IV,1, 359,25.

(Bestell-Nr. 16630)

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