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LUDWIG, H.: Ein elsässischer Tondichter, Theoretiker und Musikforscher. Sein Werden und Wirken. 2 Theile in 3 Bänden Leipzig, Breitkopf & Härtel 1886. Mit Porträt nach einer Radierung von Wilhelm Krauskopf, XVIII, 1 Bl., 422 S.; VIII, 439 S., 32 S. (Notenanhang); VII, 423 S. Mit Tafeln und Faksimiles der Handschrift. Halblederbände der Zeit.

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  • Der französische Komponist und Musikforscher Johann Georg (Jean-Georges) Kastner (1810-1867) studierte zunächst in Straßburg Theologie, nebenbei betrieb er mit Eifer musikalische Studien, ab 1835 in Paris Unterricht bei A. Reicha und H.-M. Berton. "Durch die Heirat mit seiner Theorieschülerin Léonie Boursault, der Tochter eines reichen Theaterpächters, erlangte Kastner 1837 finanzielle Unabhängigkeit. In seinem in Paris, Versailles und während des Sommers in Straßburg geführten Salon verkehrten zahlreiche Künstler und Literaten wie Berlioz und Heine. Aufgrund seiner zahlreichen seit 1837 publizierten musiktheoretischen Lehrwerke und Instrumentalschulen sowie als Mitarbeiter verschiedener Musikzeitschriften ... genoß er beträchtliche Reputation im zeitgenössischen Musikleben. (...). Kastner ... war eine einflußreiche Persönlichkeit des französischen Musiklebens. Er wirkte als Mäzen, Publizist und Organisator. Bedeutsam ist sein 'Traité général d'instrumentation', in dem er erstmals die Instrumentation als eigenständiges Gebiet behandelte und damit die Voraussetzungen für das 1844 veröffentlichte grundlegende Werk Berlioz' schuf. Im Zuge seines ausgepägten organologischen Interesses förderte er frühzeitig die Entwicklung von A. Sax; Kastners Kompositionen für Saxhorn und Altsaxophon zählen zu den ersten Werken für diese Instrumente." (Martin Loeser in MGG² 9, 1535 f.).
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