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Objekt des Monats Oktober 2016

Erstausgabe des Komponisten Christian Friedrich Daniel Schubart

SCHUBART - SCHUBERT, Franz: Die Forelle. Gedicht von Schubart für eine Singstimme mit Begleitung

 

225. Todestag von
Christian Friedrich Daniel Schubart, Komponist, Theaterdirektor, Schriftsteller


Der berühmteste politische Gefangene seiner Zeit – bekannt als der
Dichter der „Forelle“, vertont von Franz Schubert


SCHUBART, [Christian Friedrich Daniel]: Leben und Gesinnungen. Von ihm selbst, im Kerker aufgesetzt. 2 Bände. Stuttgart, Gebr. Mäntler 1791-93. Gestochenes Porträt in Punktiermanier von A. Karcher nach Lohbauer (linker Rand knapp), XVIII, 292 S., mit gestochener Titelvignette von A. Karcher; 1 Bl., XVI, 320 S., 1 Bl., mit gestochener Titelvignette. Insgesamt 5 Kupfertafeln gestochen von A. L. d'Argent. Wenige Bleistiftunterstreichungen. 3 Blatt gestempelt. Teils stockfleckig. Pappbände mit zeitgenössischem Buntpapier.


- verkauft -


Erstausgabe der Autobiographie. Teil 1 entstand während Schubarts Haftzeit auf dem Hohenasperg. Da er selbst nicht schreiben durfte, diktierte er seinem Mitgefangenen Scheidlin, durch ein Loch in der Wand, seine Lebensgeschichte. Das Manuskript wurde jahrelang unter Steinen verborgen. Der Druck wurde noch von ihm selbst vorbereitet. Teil 2 wurde von seinem Sohn Ludwig aus seinem Nachlass herausgegeben. - Ohne den häufig fehlenden 3. Band "Schubart's Karakter", der erst 1798 erschienen ist. - F. Nicolai schildert, dass Schubart die ersten 2 Jahre strenge Kerkerhaft durchstehen musste, in den Folgejahren aber recht frei auf dem Asperg lebte, beim Kommandanten zu Mittag aß und mit Gästen, wie Nicolai, zusammen kam und nach seiner Entlassung sofort von Karl Eugen zum Leiter der Stuttgarter Theater ernannt wurde. - Schulte-Strathaus 79. Wieland/Schubart-Katalog Marbach 1980, Nr. 50.  (Bestell-Nr. 16928)


SCHUBART - SCHUBERT, Franz: Die Forelle. Gedicht von Schubart für eine Singstimme mit Begleit. des Piano-Forte. Op. 32. Neue Ausgabe, für Sopran od. Tenor. [D 550]. Wien, Diabelli und Comp. (PlattenNr. D. & C. No. 3321) [1829]. Quer-Quart. 7 S. Fingerfleckig.

€ 200,-


Neustich des Liedes mit dem "zweifellos von A. Diabelli stammenden" Klaviervorspiel (Deutsch S. 320) mit dem springenden Forellenmotiv, das in allen späteren Nachdrucken übernommen wurde. Schubarts Gedicht entstand 1782 während seiner Haft auf dem Hohenasperg und wurde erstmals im "Schwäbischen Musenalmanach" von 1783 abgedruckt. Die Schubert'sche Vertonung berücksichtigte nicht die 4. Strophe des Gedichtes, in der sich der Dichter warnend an die Mädchen gegenüber den Verführungskünsten der jungen Männer wendet, wohl um das Lied moralisch integer erscheinen zu lassen (vgl. KNLL 15, 27). Dietrich Fischer-Dieskau über "die Forelle": Die Lebendigkeit der Darstellung mit dem Trüben und Glätten des Wasserspiegels, die Lebensfreude der Melodie selbst machen die allgemeine Beliebtheit verständlich ..." (Auf den Spuren der Schubert-Lieder, S. 126). Das Thema aus der "Forelle" verwandte Schubert später im 1. Satz des "Forellenquintetts" wieder. - Slg. Hoboken 13, 172. CPM 51, 40.  (Bestell-Nr. 17137)

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