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HEINE, H.: Tragödien, nebst einem lyrischen Intermezzo. Berlin, F. Dümmler 1823. 2 Bl., 247 S. Letztes Blatt mit kleinem Ausriss im Falz, sonst gutes Exemplar. Buntpapiervorsätze. Halblederband der Zeit mit ornamentaler Rückenvergoldung.

Artikelnummer: 26819
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  • Erstausgabe des zweiten Werkes von Heine, in dem einige seiner berühmtesten und sangbarsten Lieder erstmals erschienen. Die Gedichte des "Lyrischen Intermezzo" brachten ihm den Ruf ein, einer der größten deutschen Lyriker zu sein. Die Nähe zum Volkslied prädestinierte zum Vertonen und sowohl Schumann wie Mendelssohn schufen kongeniale Kompositionen. - Der Band enthält Heines dramatischen Erstling "Almansa" mit dem berühmten Zitat: dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen". Heine, der sich damals noch Harry Heine nannte, begann die Tragödie während seiner Studienzeit in Göttingen, wo er nach kurzer Zeit aus der Burschenschaft - für die antisemitische Gründe ausschlaggebend waren - ausgeschlossen wurde. Seine zweite im Band enthaltene Tragödie "William Ratcliff" schrieb er bereits in Berlin. Heine selbst schätzte seine zwei Werke hoch ein, doch das Publikum verhielt sich ablehnend. Sie sind aber als ein Dokument seiner geistigen Entwicklung ernst zu nehmen. - Mit der Zueignung an seinen Onkel Salomon Heine. - Wilhelm-Galley I, 575; Goedeke VIII, 552, 15.
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