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LORTZING, Albert [1801-1851]: Eigenhändiges Albumblatt mit umfangreichem Text und Unterschrift. Ohne Ort und Datum, [vor 1840?]. Quer-Oktav. 1 1/2 Seiten. Knickfalte teils hinterlegt, teils mit kleinem Einriss. Montagereste. Blattausriß am oberen Rand. Gebräunt.

Artikelnummer: 16524
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  • An den befreundeten Sänger Friedrich Krug (1812-1892) und späteren Musikdirektor in Karlsruhe gerichteten Abschiedsworte sowie 3 Takte einer Melodie "Wiedersehn! Auf Wiedersehn! lieber Krug ...". Die Noten sind mit dem Text überschrieben "die Klarinetten blasen in B". Krug stand kurz vor seinem Wechsel nach Karlsruhe und Lortzing gab ihm auf den Weg dorthin folgende Zitate mit - zuerst von Goethe: "Die Menschen sind nicht nur zusammen, wenn sie beisammen sind, auch der Entfernte, der Abgeschiedene lebt in uns fort ..." und Kotzebue: "doch sind wir auch fern von einander, so bleiben die Herzen sich nah ...". Lortzing schreibt zu der "gegenwärtigen Situation": "Ich für meinen Theil, werde Ihrer stets mit Achtung und Freundschaft gedenken ... Mögen Sie, wenn Sie eine Melodie mit der Oberterz oder Obersexte in den Ohren klingt meiner freundlich gedenken ...". Lortzing unterzeichnet die Melodie: "Albert Lortzing, glücklicher Autor des Lustspiels: 'Der Pole u. sein Kind' [Der Pole und sein Kind oder der Feldwebel vom IV. Regiment". Liederspiel in einem Akt] [LoWV 25] wofür ihm der Baron v. Alversleben das Honorar noch schuldig ist und Verfasser mehrerer Singspiele, die kein Theater geben will". Die Uraufführung des Singspiels fand 1832 in Osnabrück statt mit dem Ensemble des Detmolder Hoftheaters. Es war die Zeit in der es noch keine Tantieme-Regelung gab (sie wurde erst 1844 eingeführt). Lortzing schrieb zu der Zeit regelrechte Bettelbriefe und lief seinem Honorar manchmal mehr als ein Jahr hinterher. - Friedrich Krug wurde ab 1848 zum großherzoglichen Musikdirektor in Karlsruhe berufen. - Siehe Abbildung.
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