Antiquarische Highlights: Erstausgaben, Autographen, Noten, Handschriften uvm.

Objekt des Monats Februar 2019

  

Zum 366. Geburtstag von Arcangelo Corelli

(geboren am 17. Februar 1653 in Fusignano, gestorben am 8. Januar 1713 in Rom)

Corelli galt als einer der bedeutendsten Komponisten und Violinisten des Barock. Schon zu Lebzeiten war sein Ruf legendär in ganz Europa. Er zeichnete sich sowohl als Violinvirtuose als auch als Komponist und Orchesterleiter aus. Das neue Genre der Instrumentalmusik im ausgehenden 17. Jahrhundert, das „Concerto grosso“ tauchte erstmals in seinen Werktiteln auf und machte ihn zum Vorreiter einer ganzen Generation von Komponisten in Italien, Frankreich, England und Deutschland. Seine Werke waren in ganz Europa verbreitet und verhalfen aufgund ihrer Mustergültigkeit der Instrumentalmusik gegenüber der Vorherrschaft der Vokalmusik zum Durchbruch. Von seinen zahlreichen Kompositionen ist nur ein verschwindend kleiner Teil erhalten, der größte Teil des handschriftlichen Nachlasses verschollen. Der von uns angebotenen, noch zu Lebzeiten gedruckten Sammlung von Sonaten kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu.


Arcangelo Corelli XII Sonates

Arcangelo Corelli XII Sonates

Arcangelo Corelli XII Sonates

 

CORELLI, A.: XII Sonates. Tirés de tous ses ouvrages & transportez pour la Flute. Dont il y en a VI a 2 Flutes & 1 Basse Continue & VI a une Flute seule & Basse Continue. 3 Stimmhefte. Amsterdam, Estienne Roger (ohne PlattenNr.) [ca. 1712]. Folio. 1Bl., 16 S.; 1 Bl., 5 S.; 1 Bl., 15 S. Etwas fleckig. Knapp beschnitten. 1 Blatt mit leichten Einrissen am inneren Blattrand. Insgesamt schöner Druck auf kräftigem Papier. Buntpapierumschläge im Stil der Zeit.

€ 2.000,–

Von allergrößter Seltenheit. - Sammlung von 12 Sonaten in der Bearbeitung für Flöte und Orgel für die Werke: Op. II, Nr. 2, 8, 9, 10; Op. IV, Nr. 3, 4 und Op. V, Nr. 7-12. - Seltenes Beispiel eines frühen Roger-Drucks, noch ohne Eindruck einer Platten-Nummer. - "Der Musikverleger Roger war einer der wichtigsten Musikverleger seiner Zeit. Als Erster druckte er seine Ausgaben von gestochenen Kupferplatten. Die Qualität des Notenbildes wurde zum Vorbild für den Musikdruck des gesamten 18. Jahrhunderts. 1712 führte Roger ein Numerierungssystem für gestochene Musikalien ein" (MGG²). - Frühe Musikdrucke von Roger sind sehr selten im Handel zu finden. - Flötenstimme 2 enthält nur die Sonaten 1-6. - Vorliegender Druck "ohne" Platten-Nummer sind Marx und RISM unbekannt. - vgl. RISM CC 3862a (weltweit nur 1 Ex. nachweisbar!); vgl. Marx S. 52.
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